auf der Nordseeinsel Föhr

Föhr und die Walfängerzeit


ie Nordfriesen hatten sich mit sehr großem Erfolg an der arktischen Fischerei beteiligt; über viele Jahrzehnte waren bis zu 90% der männlichen Bevölkerung von Föhr vom Frühjahr bis zum Herbst auf Walfang.

Der bekannteste und erfolgreichste Commandeur von Föhr ist Matthias Petersen aus Oldsum. Es gelang ihm, innerhalb einer Gesamtfangzeit von 50 Jahren, 373 Wale zu erlegen. Er wird allgemein als der "Glückliche Matthias" bezeichnet. Seine gewaltige Grabplatte steht südlich von der St. Laurentii Kirche in Süderende.

Gegen 1800 wechselten viele Männer zur Handelsschifffahrt; andere blieben nach der Landumlegung - auf jetzt eigenem Boden - als Bauern auf der Insel Föhr.
Grabstein Glücklicher Matthias
Grabstein des "Glücklichen Mathias"
Jens Jacob Eschels
Jens Jacob Eschels
Der im Jahre 1757 in Nieblum auf Föhr geborene Jens Jacob Eschels beschreibt in seinen "Lebenserinnerungen" in einfachen und ehrlichen Worten seinen Weg aus einfachen Verhältnissen als Schiffsjunge, Matrose und schließlich Commandeur in der Zeit der Walfänger.
Hier einige Ausschnitte, die einen tiefen Einblick in das mühsame und gefahrvolle Leben voller Entbehrungen der Walfänger gewähren:

Erste Fahrt nach Amsterdam
Als Schiffsjunge nach Grönland



Text: Harald Nissen, Süderende auf Föhr