| Die Entwicklung des Walfanges |
![]() Walfänger "De Hoop op de Walvisvangst" |
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Gegen 1600 suchten sowohl Engländer als auch Holländer vergebens nach einer Nordostpassage als den kürzesten Weg zum Fernen Osten. Stattdessen stieß man auf Unmengen von Walen. Schon bald fuhren erfolgreiche Fangschiffe unter dem Kommando sachverständiger Basken in die Gewässer von Spitzbergen, das man irrtümlich als Grönland ansah. Nordfriesen verrichteten anfangs nur die einfachen Aufgaben an Bord. Die Franzosen versuchten, die erfolgreichen Holländer zu behindern; 1634 verbot der französische König seinen baskischen Untertanen, für holländische Rechnung als Walfänger zu fahren. Diese Maßnahme der Franzosen eröffnete den Nordfriesen den Aufstieg in die höheren Positionen an Bord wie Commandeur , Steuermann , Harpunier oder Speckschneider. Der Fangbetrieb war zunächst eine reine "Baienfischerei". Angesichts der ungeheuren Mengen angetroffener Wale wurde die für eine erfolgreiche Reise erforderliche Anzahl von Tieren in kurzer Zeit in den Buchten von Spitzbergen erlegt. Sodann wurde daselbst in Trankochereien der insbesondere zu Beleuchtungszwecken so begehrte Tran gewonnen. Infolge der intensiven Bejagung nahm in der Folgezeit die Zahl der Wale in den Buchten so rapide ab, dass sich der Fangbetrieb in die offene See und ins Treibeis verlagerte. Etwa um 1650 begann die sogenannte "See- und Eisfischerei", die für die gesamte nun folgende Ära des europäischen Walfangs zum typischen Fangbetrieb werden sollte. Die Jagd nach dem Wal wurde nun weitaus mühevoller und gefährlicher als in den fetten Jahren der Baienfischerei. Hinzu kam, dass nun auch die Beute auf See verarbeitet werden musste, wobei das "Flensen", also das Abspecken der harpunierten Wale, meistens längsseits der Schiffe an Backbordseite (links) geschah. |
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| Der Grönlandwal war Fangobjekt des historischen arktischen Walfangs. Denn er war ein langsamer Schwimmer, und seine Speckschicht von 25 - 40 cm ließ den Kadaver des erlegten Tieres auf dem Wasser treiben. Der Grönlandwal erreicht eine Länge von 18 Metern und einen Umfang von 12 - 15 m. Der klobige Kopf nimmt 1/3 der gesamten Körperlänge ein. Die Zunge ist etwa 5 m lang, 3 m breit und 2 m hoch; sie wiegt gut 80 Zentner! |
Tipps: Die Die Vortragsreihe |
Text: Harald Nissen, Süderende auf Föhr |