
Abend im Wattenmeer

as Wattenmeer von Den Helder in den Niederlanden bis Esbjerg in Dänemark ist die größte zusammenhängende
Wattenlandschaft der Welt. Es umfaßt eine Fläche von ca. 7.300 km2 und ist Teil der Nordsee. Das Watt umrundet die
Deutsche Bucht auf einer Länge von 450 km und in einer Breite von 7 bis 10 (maximal 25) km.
Es ist gekennzeichnet durch den ständigen Vorgang der Überflutung und Freilegung von Wattflächen durch Ebbe und Flut.
Abtrag und Ablagerung von Boden bestimmen die Lebensräume: Dünen- und Strandinseln, Halligen, Buchten, Flußmündungen,
offene und brandungsgeschützte Wattflächen, sowie Rinnensysteme.

Ein Fischgarten im Wattenmeer
Das Watt ist ein Ablagerungsraum. Jede Überflutung bringt mineralische und organische Teilchen in großen Mengen heran, die
sich je nach Korngröße, spezifischem Gewicht und relativer Oberfläche an verschiedenen Stellen absetzen. Vom Land her
kommt zuerst Schlick-, dann Misch- und schließlich Sandwatt. Im Schlickboden ist der Tonanteil am größten, der Sandanteil
am geringsten. Im Mischwatt sind die Mengenverhältnisse zwischen feinkörnigen und grobkörnigen Anteilen eher ausgeglichen.
Kleinräumig findet man derartige Zonierungen im Wattenmeer überall.